Ungarische Küche

Nicht nur Gulasch

„Ungarische Küche – nicht nur Gulasch“

fasst ziemlich genau zusammen, worum es auf unserer Seite geht. Das berühmteste und wohl weltbekannteste Gericht der ungarischen Küche ist das Gulasch. Während das Gulasch die Welt erobert hat, sind viele andere Elemente der ungarischen Küche leider in den Hintergrund geraten.

Doch die ungarische Küche birgt viele ausgezeichnete Gerichte, deren Ursprünge – ähnlich wie die Frühgeschichte des ungarischen Volkes – heute teilweise im Dunkeln liegen.

Die Wurzeln der ungarischen Küche reichen weit über tausend Jahre zurück: von den endlosen Steppen Eurasiens über die fruchtbaren Gebiete Europas bis ins Karpatenbecken, von den Einflüssen Westeuropas bis hin zu den neuen Zutaten aus der Neuen Welt.

Begleite uns auf eine Reise in die wunderbare Welt der ungarischen Küche!

Rezepten

Hühnergulasch

Hühnergulasch   Zutaten   6 Hühnerkeulen Salz 2 Zwiebeln 2 EL Fett 1 EL Paprikapulver ½ Glas hausgemachtes Letscho oder je 2 Tomaten und Paprika Zubereitung Für das traditionelle Hühnergulasch die Hühnerkeulen säubern, jeweils in Ober- und Unterkeule teilen...

Fischsuppe nach Baja-Art

Fischsuppe nach Baja-Art   Zutaten   5 kg Fisch 1 kg Zwiebeln 10 dkg edelsüßes Paprikapulver 10 dkg Kirschpaprika Salz 5 Liter Wasser 50 dkg hausgemachte Bandnudeln Zubereitung Die Fische – 3,5 kg Karpfen und 1,5 kg gemischte Fische (Barsch, Karausche, Wels)...

Bohnensuppe

Bohnensuppe   Zutaten   50 dkg weiße Bohnen 1 Karotte 1 Petersilienwurzel 1 Stück Sellerie Petersilie Sellerieblätter 1 EL Fett 1 Zwiebel 2 EL Mehl 2 TL Paprikapulver 1 Ei 2 EL Wasser Mehl Salz Pfeffer Zubereitung Für die Bohnensuppe die Bohnen zusammen mit...

Ein paar Worte über die ungarische Küche

Die ungarische Küche blickt auf eine Geschichte von mehr als tausend Jahren zurück. Ihre Grundlagen wurden von den Reiternomaden gelegt, die durch die osteuropäischen und westasiatischen Steppen zogen, und durch mehrere Jahrhunderte äußerer Einflüsse entwickelte sie sich zu ihrer heutigen Form.

Die ungarische Küche zeichnet sich durch ihre kräftige Würzung aus, ist reich an asiatischen und europäischen Einflüssen und bietet eine vielfältige Auswahl an Gerichten. Von den Gerichten der Reiternomaden über den Einfluss der Türken bis hin zu Elementen der westeuropäischen Küche vereint die ungarische Küche zahlreiche kulinarische Einflüsse. Sie ist somit nichts anderes als die perfekte Verbindung zwischen westlicher und östlicher Gastronomie.

Die Gerichte entstehen aus guten Ideen, der geschickten Verbindung vieler Einflüsse und dem schier endlosen Angebot an landwirtschaftlichen Möglichkeiten. Die ungarische Küche entwickelt immer wieder neue Ideen, integriert fremde Gerichte und macht daraus ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten.

Alles, was im Osten geboren wurde.

Die ungarische Küche entstand in den unendlichen Steppen Asiens und Osteuropas, genauso wie die ungarische Geschichte. Ihre Grundlagen wurden vom religiösen Glauben der umherziehenden Nomaden geprägt. Eine zentrale Figur im alten ungarischen Glauben war der Lebensbaum, auch Weltenbaum genannt. Der Baum symbolisierte das Leben und den Überfluss. In der ursprünglichen ungarischen Religion trennte sein Wachstum und seine Entstehung den Himmel vom Meer und schuf unsere Welt.

Die Philosophie des Kochens umfasste neben der Ernährung des Körpers auch die Verehrung der fünf Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall. Nach dem dreifachen Symbolsystem wurden Opfergaben für die himmlische, irdische und unterirdische Welt dargebracht.

Die Küche wurde durch die „Harmonie der fünf Geschmacksrichtungen“ vervollständigt, wobei neben süß, sauer, salzig und bitter auch scharf als eigene Geschmacksrichtung betrachtet wurde. Dieses Symbolsystem prägt auch die Kochkunst der heutigen Zentralasiaten, Mongolen und Türken.

Die Esskultur, Bräuche und die Entwicklung der Küche eines Volkes sind eng mit der Geschichte dieses Volkes verbunden.

„Unsere Küche, unsere Speisen, ebenso wie unsere Musik und unsere Sprache, unterscheiden sich von denen der westlichen Völker; jedoch können wir feststellen, dass dies nicht zum Nachteil der Ungarn ist. All dies zu kennen ist nicht nur interessant, sondern auch nützlich.“

/Károly Gundel/